Das GenderKompetenzZentrum setzt sich nicht nur für einen geschlechtergerechten, sondern auch für einen gleichstellungssensiblen bzw. umfassend inklusiven Sprachgebrauch ein. Rassismuskritisches Sprachhandeln sowie Texte in Leichter Sprache sind Teil dessen.

Über die sprachliche Gleichstellung von Frauen und Männern hinaus gilt es Aufmerksamkeit dafür zu schaffen, dass Geschlecht nicht in der Alternative weiblich oder männlich aufgeht, sondern Trans*gender und Intersex* als gelebte Geschlechter Anerkennung verdienen.

Sternchen* (Asterisk) und Unter_strich sind Zeichen, die im Zuge des Transgender-Aktivismus und queerer Linguistik aufgekommen sind. Sie werden verwendet, um eine Entnaturalisierung anzudeuten, ein Zögern oder eine Irritation zu bewirken bzw. Vieldeutigkeit und Offenheit zu signalisieren, wo bislang eine duale Geschlechterunterscheidung die sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten begrenzt hat. Das Sternchen kann auch eingesetzt werden, um rassisierende Begriffe wie Schwarze* oder weiß* als sozial konstruiert auszuweisen.

Auch für die sprachliche Gleichstellung von Frauen* und Männern* gilt, dass geschlechtsneutrale Formulierungen (z.B. Studierende) nur eine von diversen Möglichkeiten darstellen. In vielen Fällen, nämlich dann, wenn es bestehende Ungerechtigkeiten oder Ungleichverteilungen (von Aufmerksamkeit oder Ressourcen) zu verändern gilt, sind Formulierungen gefragt, die die Unterschiedlichkeit der Geschlechter ausdrücken: z.B. Bürgerinnen und Bürger, BürgerInnen, Bürger/innen, Bürger_innen.