Genderkompetenz & Queerversity

 

Die Kombination von Genderkompetenz und Queerversity befördert eine erweiterte Gleichstellungspolitik, die die Komplexität von Diskriminierungsverhältnissen wahrnimmt. Sie wendet sich gegen ein Verständnis von Diversität als 'bunter Vielfalt' oder pluralistischem  Nebeneinander. Dies drückt sich u.a. auch im Sprachbegebrauch aus.

Genderkompetenz ist die Fähigkeit zu verstehen, wie die soziale Kategorie Geschlecht (Gender) gesellschaftliche Verhältnisse organisiert - Körper, Subjektivität und Beziehungsformen, aber auch Wissen, Institutionen sowie Organisationsweisen und Prozesse. Doch Genderkompetenz nicht nur eine Fähigkeit, sondern auch eine Strategie um Veränderungen zu bewirken, indem Ziele der Gleichstellungs-, Antidiskriminierungs- und Diversitätspolitiken umgesetzt werden.

Queerversity ist eine Strategie, die darauf abzielt der Unterschiedlichkeit von Lebensweisen eine gleichberechtigte Teilnahme an der Öffentlichkeit zu ermöglichen. Queerversity beruht darauf zu verstehen, dass Identitäten weder eindimensional noch unveränderlich sind, sondern aus komplexen Machtverhältnissen hervorgehen. Queerversity basiert auf der Kritik an Identitätsvorstellungen und Politikformen, die Hierarchien, Abwertungen, Ausschlüsse und Zurichtungen rechtfertigen.

 

Literaturtip:

 

Antke Engel: Lust auf Komplexität. Gleichstellung, Antidiskriminierung und die Strategie des Queerversity, in: feministische Studien. Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, 31. Jg, Nr. 1, 2013: 39-45.

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